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Der Hobshof - im Laufe der Jahrhunderte

Das genaue Alter des Hobshofes kann wohl keiner ganz sicher sagen. Das erste Datum, was wir dazu finden konnten, ist aus dem Mittelalter 1348. In diesem Jahr wurde die Kapelle neben dem Hobshof gebaut und diente vermutlich als Hofkapelle des ursprünglichen Hobshofes.  

 

Aus der Zeit der Renaissance findet sich nur ein einziger Eintrag. Im Jahre 1515 ist verzeichnet, dass der Hobshof in Vinxel (neben anderen) 4 Garben Korn zum Unterhalt des Küsters vom „Glockenamt“ zu Stieldorf ausgesetzt hat.

 

Ab dem goldenen Zeitalter von 1600 bis 1700 beginnen einige detailliertere Aufzeichnungen. Auch hier ist wieder eine Zahlung an den Küster in Stieldorf dokumentiert. Aus dem Jahre 1629 ist bekannt, dass der Hobshofhalfe Johann Kurth verstarb. Auch ist bekannt, dass ein Großteil des Landes verpachtet war. So zeigen allein die Abrechnungen aus den Jahren 1630-1650 32 Pächter. Einige Jahre später sind es schon 35 Pächter. Der freiadelige Hobshof ist 1643 von Mauritius von Buren an die Jesuiten zu Köln gekommen

 

Während der Aufklärung löste Papst Clemens XIV den Jesuitenorden im Jahr 1773 weltweit auf. Der Hobshof fiel dadurch dem Landsherr als Noterbe zu, da es keine anderen Erben gab. Landsherr war zu dieser Zeit Carl Theodor von Pfalz-Neuburg, Herzog von Berg, Kurfürst von Bayern. Er veranlasste, dass der Hof autonom weitergeführt werden sollte und der Erlös Schulen und anderen Einrichtungen zu Verfügung gestellt werden sollte. Dies war die Gründung des bergischen Schulfonds – der Hobshof zählt also zu dessen Urbestand. Der Rechtsnachfolger vom Herzogtums Berg ist das Land Nordrhein-Westfalen.

 

1866 ist im Kataster die Schul-Commission als Eigentümer des Vinxeler Hobshofes angegeben. Zu dieser Zeit betrug das Grundstück 95 Morgen und bestand aus 33 Parzellen. Einige Jahre später, 1894, ist Conen Eduard Wtw. als Gutspächterin vom Hobshof eingetragen.

Der Hobshof - jüngere Geschichte

Severin Anton als Pächter

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts ist Severin Anton als Gutspächter vom Hobshof eingetragen. Zu dieser Zeit gibt es Angaben der Hofsgröße von 24ha. Bis 1936 bleibt er Pächter und zahlt dabei unterschiedlich viel Pacht. Waren es zu Beginnnoch 2.224 Mark, zahlte er ab 1922 schon 10.000 Mark jährlichen Pachtzins. Ab 1923 zahlte er die Pacht in Naturalien, und zwar je Morgen Land 1,25 Zentner Roggen - bei 89 Morgen waren dies 56 Doppelzentner.

Josef Schumacher als Pächter

Im Jahr 1936 übernimmt Josef Schumacher den Hobshof. 1965 treibt der Feuerteufel sein Unwesen. So brannten am 26.11. die Feldscheune des Hobshofes, die Scheunen von Sutorius in Stieldorf und Jansen in Hoholz gleichzeitig. Nur zwei Jahre später, 1967, brennt der Hobshof in der Nacht vom 23. Auf den 24. September. Der Schuppen sowie die Scheune, auf dessen Torbalken die Jahreszahl 1798 zu lesen war, wurden gänzlich vernichtet. 1969 wird daher ein neuer Hobshof gebaut – dieser ist nun an der Ecke Holtorfer Straße und Alter Heeresweg zu finden.

Vom Hof zum Restaurant

 

1987 wird im alten Hobshof das Restaurant „Spanischer Garten“ eröffnet. Kurz darauf übergibt Karl-Josef Schumacher im Jahr 1990 den Hof an den neuen Pächter Dr. Hans-Joachim Wolfgarten.

 

Als der Hobshof fast schon abgerissen werden sollte, übernahmen Sascha und Jaan Schöneberg die Pacht im Jahr 2010 und führen seitdem bis heute das Restaurant „Spanischer Garten“ weiter.

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